
Der Beitrag der Photovoltaik zur deutschen Stromversorgung wächst erfreulich schnell. Er soll von heute 3 Prozent auf über 10 Prozent im Jahr 2020 steigen. Um diese Solarstrommengen reibungslos in das Stromversorgungssystem integrieren zu können, muss dieses intelligenter und flexibler werden. Aufgrund der großen Bedeutung des Themas für die künftige Entwicklung der Photovoltaik, richten die Veranstalter erstmals die Sonderschau „PV ENERGY WOLRD“ auf der Intersolar Europe in München aus. Diese zeigt auf, wie groß der Solarstromanteil in Deutschland werden kann und stellt die Maßnahmen, technologische Neuerungen und politischen Rahmenbedingungen vor, die nötig sind, um diese Ziele zu erreichen.
Eine zunehmende Zahl von Solaranlagen in Deutschland erzeugt immer mehr Solarstrom. Der
deutsche Markt für Solarstromanlagen hat sich 2010 gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt.
Laut Meldung der Bundesnetzagentur gingen über 240.000 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 7,25 Gigawatt (GW) im Jahr 2010 neu ans Netz, so dass die gesamt installierte Photovoltaikleistung in Deutschland Ende 2010 rund 17 GW betrug. Bis 2020 soll Solarstrom seinen Anteil am deutschen Strombedarf von derzeit 3 Prozent auf über 10 Prozent steigern. Dann werden,
laut Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), 52 bis 70 Gigawatt Photovoltaikleistung installiert
sein. Solarstrom wird sich kontinuierlich zu einer tragenden Säule eines nachhaltigen Energiesystems
entwickeln.
Entwicklungen in der deutschen Stromversorgung
Solarstromanlagen in Deutschland decken heute schon einen nennenswerten Anteil der Stromerzeugung, deshalb müssen sie künftig auch aktiv zur Netzstabilität beitragen. Dazu werden die
Wechselrichter künftig mithelfen, Spannung und Frequenz zu stabilisieren, u.a. indem sie Blindleistung einspeisen können. Allein dadurch lassen sich nach neueren Studien bis zu 200 Prozent mehr Photovoltaikleistung an das Stromnetz anschließen. Für die Infrastruktur entlastend wirkt sich auch aus, wenn die Besitzer von Photovoltaikanlagen einen erhöhten Anteil ihres Solarstroms selbst verbrauchen.
Zur Steigerung der Eigenverbrauchsquote bieten immer mehr Hersteller Lösungen an,
die den Stromverbrauch in die Zeiten der Solarstromerzeugung verschieben oder den erzeugten Solarstrom bis in die Abendstunden speichern. Da Solarstrom dezentral und mit der Sonnenstrahlung schwankend erzeugt wird, muss auch das Stromversorgungssystem an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden. So wird durch die Weiterentwicklung von Kommunikationseinrichtungen der Aufbau von intelligenten Stromnetzen, so genannten Smart Grids, ermöglicht. Diese binden alle Akteure auf dem Strommarkt in ein Kommunikationsnetz ein und ermöglichen so die effiziente Steuerung des Gesamtsystems und erhöhen die Transparenz und Kontrollierbarkeit der Stromversorgung.
www.intersolar.de
