Vertikale und bidirektionale Edge-Cloud-Integration

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Für die Zukunft der Automatisierung ist die Weiterentwicklung von Sensor-Daten zu verlässlichen, weltweit verfügbaren Informationen ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Aus diesem Grund widmet sich Sick intensiv der vertikalen und bidirektionalen Edge-Cloud-Integration.

Die Bedeutung von Sensoren in automatisierten Produktions- und Logistikprozessen wächst proportional mit der Menge und der Qualität der Sensordaten-basierten Informationen, die sie bereitstellen können. „Die Visualisierung solcher Informationen aus der Feldebene, auch „Edge“ genannt, ist aber nur die eine Richtung unseres Ansatzes zur Vertikalen Integration“, erklärt Detlef Deuil, Head of Product Management Vertical Integration Products im Global Business Center Industrial Integration Space der Sick AG. „Auch in der anderen Kommunikationsrichtung generiert die vertikale Integration von Sensordaten und Informationen einen entscheidenden Mehrwert, beispielsweise bei der Steuerung oder der Programmierung von Geräten aus der Cloud heraus.“

Mit Sick AppSpace ist eine solche Top-down-Programmierbarkeit bereits Realität: Das Eco-System eröffnet neue Freiräume für die Entwicklung individueller Applikationen und Bedienoberflächen auf der Basis programmierbarer Sensoren aus einem breiten Spektrum von Sensortechnologien. „Dieses reicht von der industriellen Bildverarbeitung über optoelektronische Sensoren und RFID-Systeme bis hin zu Integrationslösungen, in denen mehrere Technologien gleichzeitig zum Einsatz kommen“, erklärt Dr. Timo Mennle, Strategischer Produktmanager für Sick AppSpace im Global Business Center Industrial Integration Space der Sick AG. „Auf der SPS IPC DRIVES hat Sick das Modell einer schlüsselfertigen Komplettlösung vorgestellt, in der unterschiedliche Sensoren Daten generieren, eine Sensor Integration Machine SIM4000 diese Daten fusioniert, interpretiert und daraus Informationen generiert und diese in die Cloud sendet. Die dort installierte Analyse-Applikation Sick Analytics Solutions bereitet diese Informationen auf und erzeugt Transparenz über alle relevanten Abläufe. Gleichzeitig wird zu sehen sein, wie beispielsweise eine programmierbare Kamera durch den Download verschiedener Apps aus dem Sick AppPool für entsprechend unterschiedliche Aufgabenstellungen genutzt werden kann.“

Volle Kontrolle von Sensorfunktionalitäten über die Cloud

Mit AppSpace können programmierbare Kameras und Sensoren auf spezifische Applikationen angepasst werden. Hierfür stellt das Eco-System mit Sick AppPool als sicherem Cloud-Service downloadfähige Apps bereit, mit denen individualisierte Anwendungen höchste Sensorfunktionalität erreichen. Dabei unterstützt das Softwaretool Sick AppStudio die Applikationsentwicklung, während der Sick AppManager die Installation und Verwaltung von Apps in den Edge-Geräten übernimmt. Sick bietet somit die komplette „tool chain“ zur Kontrolle von Sensorfunktionalitäten über die Cloud.

Maßgeschneiderte Applikationslösungen bis hin zum individuellen User Interface-Design

Die vertikale, bidirektionale Integration mit AppSpace ermöglicht es, programmierbare Kameras und Sensoren applikationsspezifisch zu konfigurieren – bis hin zur freien Programmierung neuer Apps. Vorhandene Apps können via AppManager aus dem AppPool heruntergeladen und direkt auf programmierbaren Sick Geräten wie der SIM4000 installiert werden. Dadurch lassen sich einzelne Apps sehr flexibel austauschen – beispielsweise dann, wenn eine programmierbare Kamera von einer Vollständigkeitsprüfung auf das Lesen von Codes oder Zeichen umgestellt werden soll. Schließlich lassen sich die User Interfaces von AppSpace-Geräten mit Hilfe des grafischen UI-Builders in Sick AppStudio bedienspezifisch anpassen. Basierend auf dem mächtigen Sick-Framework SOPASair können mittels JavaScript und HTML5 eine Vielzahl webbasierter Bedienoberflächen eingerichtet werden.

Sick Analytics Solutions: sofort startklar für vertikal integrierte Analyse-Applikationen

Von Daten über Informationen zu Transparenz – Sick Analytics Solutions steht für „out-of-the-box“ verfügbare und sofort einsatzfähige Lösungen für die vertikal integrierte Sensordaten-Analyse wie beispielsweise Package Analytics oder Logistics Diagnostic Analytics. Daten und Informationen können von allen TCP/IP-fähigen Sensoren importiert und sowohl in der Feldebene als auch in der Cloud verarbeitet werden – letzteres unterstützt durch die Sensor Integration Machine SIM4000, die die Datensammlung in der Edge mit der Analytics Solutions verbindet. Hier besteht die Option, die Dashboards an kundenspezifische Bedürfnisse anzupassen.
Mit dem Ansatz der vertikalen, bidirektionalen Integration leitet Sick einen Paradigmenwechsel in der industriellen Automation ein. Die Nutzung von Sensordaten verlagert sich von der Feldebene in den virtuellen Raum. Ihre Aggregation und ihre intelligente Interpretation als Informationen wird immer wieder neue Mehrwertfunktionen generieren. Sick AppSpace eröffnet hierbei – auf der Basis programmierbarer Sensoren aus einem breiten Spektrum von Sensortechnologien – neue Freiräume für die Entwicklung individueller Applikationen, die diese Informationen effizient nutzen und so die Idee von Industrie 4.0 vorantreiben.

www.sick.com

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